Windenergiefonds als zukunftsweisende Kapitalanlage

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Windenergie zählt zu den regenerativen Energieformen, die im Rahmen der Energiewende eine wichtige Rolle spielen. Allein in den letzten Jahren entstanden viele kleine und große Windparks, durch welche die Windenergie im Rahmen des Energiemixes mittlerweile einen größeren Anteil an der Stromerzeugung einnimmt. Kapitalanlagen in Windenergie sind vor allen Dingen über den Weg sogenannter Windkraftfonds möglich. Durch dieses Investment hat der Anleger die Gelegenheit, sich am Ausbau erneuerbarer Energien und an der Energiewende zu beteiligen. Zugleich sprechen das hohe Wachstumspotenzial und die damit verbundenen Renditen für ein Investment in Windenergie.Darüber hinaus kann bei dieser erneuerbaren Energie natürlich der ökologische Gesichtspunkt als Vorteil genannt werden, denn Windkraftanlagen gelten als umweltschonend und effizient.

Marktentwicklung und aktuelle Lage im Bereich der Windenergie

Windenergie zählt zu den regenerativen Energien, die im Rahmen der Energiewende eine wichtige Rolle spielen. Bereits im Jahre 2013 gab es in Deutschland mehr als 23.600 Windkraftanlagen, mit denen die Energie des Windes für Menschen in nutzbare Energie umgewandelt werden kann. Mit den errichteten Anlagen konnten bereits über 33.700 Megawatt Strom auf ökologische Weise erzeugt werden. In naher Zukunft sollen weitere und teilweise sehr großflächige Windparks entstehen, wodurch Windenergie einen immer größeren Stellenwert für die Stromerzeugung in Deutschland einnehmen wird.

Grundsätzlich ist es möglich, Windkraftanlagen an fast allen Orten aufzubauen. Allerdings werden in Deutschland windreiche Regionen, wie zum Beispiel die Küstenregionen, bevorzugt. Ebenso wurden in vielen ländlichen Gebieten bereits einzelne Windkraftanalgen oder große Windparks aufgebaut. Die Nutzung ist sowohl an Land (Onshore-Windanlagen) als auch auf dem Meer (Offshore-Windanlagen oder Windparks) möglich. Aufgrund des steigenden Energiebedarfs sowie der Energiewende ist das Wachstumspotenzial in diesem Wirtschaftsbereich hoch. Dabei gilt Windenergie nicht nur in Deutschland als einer der Wachstumsmärkte, sondern ebenso in anderen Ländern, wie beispielsweise in Großbritannien.

Renditeaussichten von Windenergiefonds

Bei einer Kapitalanlage in Windenergie können sich Anleger über Windkraftfonds an Windparks beteiligen. Die Anlagemöglichkeiten können über viele Jahre genutzt werden und versprechen gute Renditen. Die Erträge werden häufig mit fünf bis acht Prozent angegeben, können je nach Anlage aber deutlich variieren. Gewinne können sich Anleger bei dieser Form der Geldanlage meistens auszahlen lassen oder den Gewinn alternativ direkt in den Fonds investieren. Dadurch erhalten Anleger die Möglichkeit, von einem Zinseszinseffekt profitieren zu können.

Die Renditechancen ergeben sich zunächst daraus, dass immer mehr Stromanbieter erneuerbare Energien, darunter eben auch Windenergie, in ihr Angebot mit aufnehmen. Dabei wird Strom aus Windenergie für rein ökologische Stromtarife sowie für Stromtarife genutzt, die einen Mix aus konventioneller und erneuerbarer Energie anbieten. Die Höhe der Rendite hängt vor allem mit der erzielten Windausbeute zusammen. In Zeiten mit wenig Wind kann die Rendite somit deutlich sinken. Zudem kann es aufgrund einer Netzüberlastung und mangelnder Speichermöglichkeiten zu Zwangsabschaltungen kommen, sodass die Erträge ebenfalls geringer als zuvor kalkuliert ausfallen können.

Besonderheiten der Kapitalanlage in Windenergie

Windfonds investieren in den Bau sowie in den Betrieb von Windparks. Investments in Windkraftfonds sind auf unterschiedliche Art und Weise möglich. So können sich Anleger zum Beispiel an Fonds beteiligen, die in Onshore- oder Offshore-Windparks investieren. Darüber hinaus besteht auch die Möglichkeit, in das sogenannte Repowering und somit in die Modernisierung von Windanlagen zu investieren. Auf diesem Weg kann der Kunde sein Geld in Anlagen fließen lassen, die bereits vorhanden sind. Häufig ist bei der Kapitalanlage in Windenergie ein Mindestanlagebetrag zu beachten, der oftmals bei einigen Tausend Euro liegt. Deutlich höhere Anlagesummen sind ebenfalls möglich. Zudem gibt es bei geschlossenen Fonds bestimmte Laufzeiten zu beachten. Die Anlagezeiten können je nach Fonds zum Beispiel bei 12 oder 20 Jahren liegen. Kürze Anlagezeiten können aber durchaus in der Praxis ebenfalls angeboten werden.

Anleger investieren ihr Kapital bei Windkraftfonds in Windenergieprojekte und werden in diesem Zusammenhang rechtlich betrachtet zu Kommanditisten. Dadurch können Investoren auf direktem Wege von Gewinnen aus dem Projekt profitieren. Darüber hinaus ist allerdings ebenso zu beachten, dass auf Basis einer solchen Beteiligung auch negative Erträge mitgetragen werden müssen. Dadurch ergeben sich während der Investitionsphase Abschreibungsmöglichkeiten. Die Besteuerung der Gewinne erfolgt bei solchen Beteiligungen nicht im Zuge der pauschalen Abgeltungssteuer, denn bei den Erträgen handelt es sich nicht um Gewinne aus einer Kapitalanlage, sondern aufgrund der Beteiligung um Einnahmen aus einem Gewerbebetrieb. Auf dieser Basis ist der persönliche Steuersatz für die Besteuerung der Erträge im Rahmen der Einkommensteuer entscheidend. Ferner gibt es bei einigen Fonds die Möglichkeit, Steuervorteile zu erhalten, falls sich die Gesellschaft im Ausland befindet.

Vorteile bei der Anlage in Windenergiefonds

Windenergiefonds zählen zu den ältesten Umweltfonds, da sie am Markt schon seit den 80er Jahren vertreten sind. Aber erst seit der Einführung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) im Jahre 2000 gewinnt diese Anlagemöglichkeit zunehmend an Bedeutung. Seither hat der Gesetzgeber festgelegt, dass Stromanbieter einen Teil des Stroms aus erneuerbaren Energien beziehen müssen. Dadurch sind einige Netzbetreiber verpflichtet, den erzeugten Strom abnehmen, wobei der Strom auf der Basis festgesetzter Preise vergütet wird. Diese Preise richten sich nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz und beinhalten für die Dauer von 20 Jahren feste Vergütungssätze. Dadurch können Einnahmen aus dem Verkauf des erzeugten Stroms gut kalkuliert werden. Das Datum der Inbetriebnahme ist dabei entscheidend für den Vergütungssatz. Dieser Satz sinkt aufgrund einer festgelegten Degression jährlich, wodurch bei älteren Anlagen höhere Vergütungssätze (je erzeugtem kWh Strom) bezahlt werden. Die Höhe der Vergütung richtet sich ebenso nach der Größe und Art der Anlage. Neben Deutschland haben auch andere Länder feste Sätze für die Abnahme von Strom aus Windenergie festgelegt. Handelt es sich um Windenergiefonds mit Anlagen im Ausland, dann sind die entsprechenden nationalen Regelungen zu beachten, um die Einnahmen besser kalkulieren zu können.

Risiken der Kapitalanlage Windkraft und Windenergie

Die Risiken der Kapitalanlage in Windenergie ergeben sich in erster Linie aus der Art der Geldanlage. Bei Windkraftfonds handelt es sich nämlich um geschlossene Fonds, bei denen es einige Besonderheiten zu beachten gibt, denn die Laufzeit wird bei geschlossenen Fonds vorab festgelegt. Ein Ausstieg ist zwar vor Ablauf der vereinbarten Anlagedauer möglich, jedoch ist dies in der Regel mit Verlusten verbunden. Deshalb ist bei der Geldanlage in Windenergiefonds zu beachten, dass das angelegte Kapital für einige Jahre fest angelegt wird und der Anleger darüber nicht verfügen kann. Ferner ist bei Anlagearten der Art das Verlustrisiko zu beachten, denn ein Teil oder das gesamte Kapital kann bei Insolvenz des Unternehmens für den Anleger verloren sein. Vor der Anlage in geschlossene Windkraftfonds kann es deshalb sinnvoll sein zu prüfen, ob entsprechende Sicherungsmechanismen getroffen wurden, wie zum Beispiel Rettungsfonds. Diese speziellen Fonds können bei finanzieller Schieflage greifen und das Kapital der Anleger vor hohen finanziellen Verlusten absichern.

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