Ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung sinnvoll?

In der heutigen Zeit gibt es immer mehr Menschen, die während ihrer Arbeitszeit vorzeitig nicht mehr dem ausgeübten Beruf nachgehen können. Das hängt unter anderem damit zusammen, dass die Anforderungen im Berufsleben heutzutage immer anspruchsvoller werden. Sicher kann man auf der anderen Seite auch sagen, dass die Zahl der Menschen, die körperlich hart arbeiten eher abnimmt. Aber trotzdem gibt es immer mehr Leute, die entweder aufgrund von Problemen am Bewegungsapparat oder Skelett nicht bis ins Rentenalter ihrer Arbeit nachgehen können. Darüber hinaus gibt es immer mehr Berufstätige, die aufgrund von ganz unterschiedlichen psychischen Problemen berufsunfähig werden.

Die Erwerbsminderungsrente hilft nur teilweise weiter   

In Deutschland gibt es eine staatliche Erwerbsminderungsrente, die Menschen helfen soll, die keiner beruflichen Arbeit mehr nachgehen können. Allerdings geht es bei der Erwerbsminderungsrente nicht darum, ob man den eigenen Beruf nicht mehr ausüben kann. Vielmehr wird bei der Erwerbsminderungsrente geprüft, ob man noch in der Lage ist irgendeine Tätigkeit noch für mindestens drei Stunden auszuführen. Erst wenn man dazu nicht mehr in der Lage ist, hat man einen Anspruch auf eine volle Erwerbsminderungsrente, die allerdings auch nicht ausreichend ist, um weiter den eigenen Lebensstandard zu halten. 

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung bietet eine deutlich bessere Absicherung

An diesem Punkt kommt die private Berufsunfähigkeitsversicherung ins Spiel. Mit dieser Versicherung kann man die finanziellen Folgen einer Berufsunfähigkeit passgenau auffangen. Interessant ist in diesem Zusammenhang auch, dass es am Markt Berufsunfähigkeitstarife gibt, die zusätzlich einen Teil der Beiträge am Ende der Laufzeit zurückerstatten. Das ist eine interessante Variante, weil klassische Berufsunfähigkeitsversicherungen eine solche Beitragsrückgewähr nicht kennen. Eine solche BU-Absicherung dient dann ausschließlich dazu, im Fall der Berufsunfähigkeit die finanziellen Folgen in der vereinbarten Höhe durch eine Berufsunfähigkeitsrente aufzufangen. 

Allerdings stören viele interessierte Leute bei einer solchen Berufsunfähigkeitsversicherung ohne Beitragsrückgewähr, dass die eingezahlten Beiträge am Ende der vereinbarten Laufzeit weg sind. Aus diesem Grund kann eine BU-Absicherung mit einer entsprechenden Beitragsrückgewähr auf jeden Fall eine interessante Variante für viele Versicherungsnehmer sein. 

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung bietet viele Vorteile   

Eine private Berufsunfähigkeitsversicherung bietet im Vergleich zur Erwerbsminderungsrente einige erhebliche Vorteile. Das fängt zum Beispiel damit an, dass man in einem vorgegebenen Rahmen selbst festlegen kann, welche Höhe eine mögliche Berufsunfähigkeitsrente haben soll. Schließlich hängt es auch davon ab, welche Ansprüche man selbst hat. Abgesehen davon macht es natürlich auch einen Unterschied, wenn man bei einem Wegfall des Einkommens weiterhin auch noch für seine Kinder sorgen muss. 

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung leistet übrigens, wenn man den aktuellen Beruf aufgrund von nachweisbaren Einschränkungen nicht mehr ausüben kann. Das ist auch ein entscheidender Vorteil bei einer BU-Absicherung. Schließlich ist es dann ausreichend, wenn man dem eigenen Beruf nicht mehr nachgehen kann. Wogegen es bei der Erwerbsminderung tatsächlich darum geht, ob man nicht vielleicht doch noch irgendeine andere Tätigkeit für einen bestimmten Zeitraum ausüben kann. Das kann sehr bedrückend sein, wenn man durch die Regelungen bei der Erwerbsminderung einer anderen Arbeit nachgehen muss, die zum Beispiel in keiner Weise den eigenen Ansprüchen und den eigenen Wünschen entspricht. Auch aus diesem Grund ist eine private Berufsunfähigkeitsversicherung empfehlenswert, um bei einer nachgewiesenen Berufsunfähigkeit nicht doch noch anderen Tätigkeiten nachgehen zu müssen.           

Dirk Schmidt

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