Kreditkarten – weltweit flüssig sein

Kreditkarten für weltweite Zahlungsmöglichkeiten.
Kreditkarten für weltweite Zahlungsmöglichkeiten.

Kreditkarten sind heutzutage im Zahlungsverkehr ganz normal. Sie bieten viele Vorteile, bergen aber auch einige Risiken und Gefahren. So ist eine Kreditkarte weltweit einsetzbar, sowohl beim immer wichtiger werdenden Online-Geldverkehr als auch im alltäglichen Privat- und Geschäftsleben. Waren Kreditkarten noch vor einigen Jahren privilegierten Nutzern vorbehalten, stecken sie inzwischen in immer mehr Geldbörsen auch in Deutschland. Gefahren lauern bei Diebstahl, Missbrauch und dadurch, dass sie manche Konsumenten zu Investitionen verführen, die sie sonst vielleicht nicht getätigt hätten.

Lesen Sie nachfolgend über die Kreditkarten Typen, ihren Sinn und Zweck, die Vor- und Nachteile, was bei Verlust zu tun ist sowie über die Gebühren, die für Konsumenten und Händler beziehungsweise Dienstleister anfallen.

Gebühren für Kreditkarten

Gebühren für die Nutzung einer Kreditkarte
Bei der Bezahlung mit der Kreditkarte fallen für den Händler nicht unerhebliche Gebühren an. Bildquelle: Jacob Lund / Shutterstock.com

Grundsätzlich zahlen die Händler und Dienstleister die Gebühren bei der Bezahlung mit Kreditkarten. Üblicherweise geben die Kreditkartengesellschaften die Höhe des Abschlages pro Transaktion vor. Dieser sogenannte Disagio variiert je nach Branche und Höhe des Umsatzes. Manchmal besteht auch Verhandlungsspielraum, in der Regel aber sind die Sätze vorgegeben und belaufen sich auf grob zwischen 3 und 5 % des Umsatzes plus eine fixe Pauschale in Höhe von üblicherweise zehn bis 25 Cent.

Dies sind Mittelwerte, es gibt auch Branchen, in denen nur 1 % oder sogar satte 10 % Gebühren anfallen. Des Weiteren muss der Händler eine monatliche Gebühr für die Bereitstellung des Systems bezahlen. Insgesamt sind die Kosten für den Händler beziehungsweise Dienstleister höher als bei dem EC-Karten-System. Vielleicht ist dies auch der Grund, warum manche Händler und Dienstleister noch immer keine Kreditkarten akzeptieren.

Die meisten Banken beziehungsweise Kreditkartenunternehmen geben ihre Karten an die Kunden kostenfrei aus. Allerdings wird dafür ein gewisser Umsatz vorausgesetzt, ansonsten können Gebühren anfallen. Andere Institute nehmen von vornherein eine Jahresgebühr. Die Benutzung von Kreditkarten ist in Deutschland meist kostenlos, es gibt sogar viele Prämienprogramme, die zur Nutzung animieren sollen. Im Ausland hingegen können Gebühren bei der Nutzung anfallen. Auch hier gilt: Kunden sollten sich vor dem Vertragsabschluss gut informieren!

Verlust und Diebstahl von Kreditkarten

Kreditkarten Haftung auf 50 Euro beschränkt
Die Gefahr eines Verlustes oder Entwendung einer Kreditkarte ist auf 50 Euro beschränkt, sofern kurz nach dem Bemerken des Verlustes die Kreditkarte gesperrt wird. Bildquelle: wk1003mike / Shutterstock.com

Kreditkarten werden immer beliebter – bei Kunden und Verbrauchern, aber auch bei Kriminellen. Sie sind begehrtes Diebesgut und lassen sich ebenso einfach entwenden wie andere Zahlungsmittel im Kartenformat.

Wichtig für Besitzer von Kreditkarten ist, dass sie umgehend eine sogenannte Sperrnummer des Anbieters anrufen, um die Karte sperren zu lassen. So lässt sich ein weiterer, unter Umständen enorm hoher Verlust minimieren beziehungsweise vermeiden.
Nicht nur Diebe haben ein Auge auf Kreditkarten, auch im Internet nimmt der Missbrauch von Kreditkartennummern zu. Findige Experten mit krimineller Energie nutzen anderer Leute Kreditkartenummer, um fleißig online Waren und Dienstleistungen zu bestellen.

Wer und wie auch immer Opfer eines Diebstahls oder Betrugs im Internet wurde, muss möglichst schnell die Karte sperren lassen, um weiteren Missbrauch zu unterbinden. Im „Idealfall“ bleibt es dann bei einem Schaden in Höhe von 50 Euro, der Haftungsgrenze bei Verlust von Kreditkarten.

Vor- und Nachteile von Kreditkarten

Kreditkarten Akzeptanz im Ausland
Der große Vorteil von Kreditkarten ist die Möglichkeit einer weltweiten Akzeptanz beim täglichen Einkaufen, sowohl offline als auch offline. Bargeld hat in vielen Ländern wie den USA ausgedient. Bildquelle: Alex Brylov / Shutterstock.com

Bei Kreditkarten überwiegen eindeutig die Vorteile für die Nutzer sowie für Geschäfte, Händler und Banken: Sie ersetzt beziehungsweise ergänzt Bargeld, ist klein, handlich und sehr flexibel einzusetzen. Sie dient als Zahlungsmittel, aber auch als Bürgschaft beziehungsweise „Zugang“ zu diversen Dienstleistungen. Sie ist einfach zu erhalten und einfach zu „bedienen“.

Im Ausland zum Beispiel kommen Reisende weltweit einfacher an Bargeld, Waren und Dienstleistungen als mit anderen Karten wie beispielsweise EC-Karten. Die bekanntesten, beliebtesten und häufigsten Karten werden rund um den Globus vielfach häufiger als Zahlungsmittel für Waren und Dienstleistungen akzeptiert als EC-Karten.
Bei einem Verlust müssen die Karteninhaber normalerweise mit höchstens 50 Euro haften und bekommen meist innerhalb eines Tages, auch im Ausland, eine Ersatzkarte gestellt. Das ist bei EC-Karten wesentlich komplizierter.

Ein weiterer großer Vorteil von Kreditkarten ist die sehr hohe Akzeptanz und Verbreitung bei Online-Geschäften oder auch Dienstleistungen wie dem Buchen von Hotels oder Mietwagen. Ohne Kreditkarte ist es wesentlich schwieriger, wenn nicht unmöglich, an bestimmten Online-Geschäften und Dienstleistungen teilzuhaben.

Natürlich haben Kreditkarten auch Nachteile: Bemerkt ein Besitzer den Verlust oder Diebstahl seiner Karte zu spät, können sich Diebe oder Finder schnell „bedienen“ und der Schaden kann schnell sehr groß werden. So wundert es nicht, dass sich auch Menschen mit krimineller Energie schon viele Jahre verstärkt auf dieses Zahlungsmittel konzentrieren.

Auch bei Onlinegeschäften nimmt der Missbrauch von Kreditkartennummern rapide zu. Ein weiterer Nachteil besteht aus einer psychologischen Komponente: Besitzer von Kreditkarten vergessen schnell, dass bei aller Leichtigkeit im Umgang im Alltag bares Geld „verbraucht“ wird, auch wenn es nicht sofort auf dem Konto als Minus verbucht wird. So hat der spaßige Spruch „die Kreditkarte glühen lassen“ auch eine ernste Seite: Oft vergessen die Inhaber von Kreditkarten, dass sie sich eine Ware oder Dienstleistung eigentlich gar nicht leisten können, dennoch nutzen sie aber die Karte, um sich etwas anzuschaffen. Es ist eben schön einfach und schnell. Das böse Erwachen kommt dann bei der nächsten Kreditkarten-Abrechnung.

Kreditkarten als Zahlungsmittel

Kreditkarten sind Zahlungsmittel im Scheckkarten-Format, die aus Kunststoff hergestellt werden. Mit ihnen können die Besitzer weltweit Waren und Dienstleistungen bestellen und bezahlen. Sie ist im realen Leben, also in Geschäften und an Automaten, ebenso einsetzbar wie im Internet bei Online-Geschäften.

In Deutschland beherrschen vier große Unternehmen den Kreditkarten-Markt:

  • Diners und American Express werden direkt von den Kreditkartengesellschaften herausgegeben,
  • Visa und MasterCard gemeinsam von den Kreditkartenorganisationen und Banken.

Der Name stammt ursprünglich daher, dass den Inhabern solcher Karten Kredite eingeräumt werden. Das ist auch der Grund, warum nicht jeder eine Kreditkarte erhält, auch wenn heutzutage der Zugang viel leichter ist als noch vor einigen Jahren. Da galt die Kreditkarte noch als Beleg für große Zahlungsfähigkeit des Inhabers.

Es gibt unterschiedliche Arten von Kreditkarten zu unterschiedlichen Zwecken und unterschiedlichen Konditionen. Kreditkarten erleichtern grundsätzlich den Zahlungsverkehr und bieten viele Vorteile, sind aber auch riskant, wenn sie missbraucht werden beziehungsweise für den Inhaber psychologisch problematisch werden, weil sie zum Kauf anreizen.

Arten von Kreditkarten

Prepaid-Kreditkarten

Prepaid Kreditkarten ideal für Minderjährige oder Menschen mit negativem Schufa-Eintrag
Durch das ausschließliche Betreiben einer Prepaid Kreditkarte auf Guthaben-Basis, ist diese Karte ideal für Minderjährige oder Menschen mit negativem Schufa-Eintrag. Bildquelle: Africa Studio / Shutterstock.com

Prepaid-Karten kennen viele von Handy-Karten. So funktioniert auch diese Art von Kreditkarte: Man sorgt für ein bestimmtes Guthaben auf dem Konto, welches für die Bezahlung mit der Prepaid-Kreditkarte dann zur Verfügung steht. Einen Kreditrahmen gibt es dabei nicht. Akzeptiert wird diese Karte nur bei online angebundenen Stellen. Diese Karte ist auch für nicht Volljährige oder Personen gedacht, die einen negativen Schufa-Eintrag haben, weil keine Gefahr des Überziehens besteht.

Das Guthaben wird bei manchen Banken sogar verzinst. Allerdings fallen Gebühren an: Einige Banken berechnen für jede Transaktion eine Gebühr, andere für das Aufladen, wieder andere für jede Benutzung und manche nehmen eine Jahresgebühr. Wer sich für eine Prepaid-Karte interessiert, sollte sich gut über anfallende Gebühren informieren.

Kostenlose Kreditkarten

DKB Credit Card
Die DKB Visacard ist eine tolle kostenlose Option einer regulären Kreditkarte mit vielen Zusatzleistungen.

Manche Banken locken (Neu-)Kunden mit kostenlosen Kreditkarten. Diese sind befreit von allen Gebühren, bieten dafür aber weniger Service-Leistungen. Kosten können aber – ebenso wie bei Prepaid-Karten – dennoch anfallen. Voraussetzungen sind oft regelmäßige Zahlungseingänge in Form von Gehältern und die Verknüpfung zum normalen Bankkonto.

Virtuelle Kreditkarten

Bei Geschäften im Internet kann man sogenannte virtuelle Kreditkarten nutzen. Sie sind keine wirklich greifbaren Kreditkarten, sondern bestehen nur aus den wichtigsten Daten wie

  • Kreditkartennummer,
  • Gültigkeit,
  • Name des Inhabers,
  • Sicherheitsprüfnummer.

Sie funktionieren bei Online-Geschäften wie normale Kreditkarten im realen Geschäftsleben, nur halt ohne Karte.

Daily-Chargekarte

Eine weitere „Mischform“ aus den bisher beschrieben Kredtikarten-Arten ist die Daily-Chargekarte. Sie kombiniert Charge- und Debitkarten-Funktionen. Abgerechnet wird hier über ein technisches Kartenkonto mit einem Guthaben und einem fest vereinbarten Kreditrahmen, wenn es der Kunde wünscht.

Ist der Kontoinhaber im Plus, werden Umsätze sofort abgebucht. Hat er einen Kreditrahmen, wird dieser genutzt, sobald er im Minus ist und sich in seinem Rahmen bewegt. Am Ende des Monats werden alle Soll-Beträge von einem anderen Konto (meist ein Girokonto), dem sogenannten Referenzkonto, abgebucht und das Konto ausgeglichen. So fallen keine Zinsen wie bei der normalen Chargekarte an.

Charge and Credit Karte

Eine weitere Art der Kreditkarte ist die charge-and-credit-Karte. Hier bestimmt der Kunde selbst, wie hoch das Limit ausfallen soll. Es ist eine Mischung zwischen klassischer Kreditkarte und Charge- beziehungsweise Debitkarte. Der eingeräumte Kreditrahmen liegt je nach Bankinstitut und Vereinbarung zwischen 25 und 100 % der Einzahlungssumme. Zahlt der Karteninhaber also 1000 Euro ein und 50 % Kredit sind vereinbart, kann er über 1500 Euro verfügen. Natürlich fallen entsprechende Zinsen an. Dieses Prinzip ist relativ einfach und formlos, meist fällt keine Bonitätsprüfung statt. In Deutschland ist es erst relativ frisch am Markt.

Die Debitkarte

Bei einer Debitkarte wird das Konto umgehend nach einer Bezahlung belastet. Das kennt man in Deutschland von normalen EC-Karten. Anders als in anderen Ländern fungieren Debitkarten in Deutschland nicht als Kreditkarten. In den USA zum Beispiel wird nur zwischen einer regulären Kreditkarte und einer Debitkarte unterschieden, die vom Wesen her einer Prepaid Kreditkarte in Deutschland entspricht.

Die Chargekarte

Die sogenannte Chargekarte bietet einen ähnlichen Umgang mit der Karte, hier ist die Rechnung allerdings innerhalb einer fest vereinbarten Frist von bis zu einem Monat fällig – und zwar komplett. Dem Kunden wird somit quasi ein zinsloser Kredit für die Zeit zwischen Anschaffung und tatsächlicher Begleichung der Rechnung eingeräumt. Die Chargekarte ist die in Deutschland am weitesten verbreitete Art der Kreditkarte.

Klassische Kreditkarte

Bei der klassischen Kreditkarte erhält der Besitzer eine monatliche Abrechnung über alle in diesem Zeitraum gekauften Dienstleistungen und Waren. Eine „richtige“ Rechnung im umsatzsteuerlichen Sinn gibt es grundsätzlich nur direkt vom Händler beziehungsweise Dienstleister. Die monatliche Rechnung kann sofort bezahlt werden, wird direkt eingezogen oder kann auch in Raten beglichen werden. Dies wird als revolvierender Kredit bezeichnet und wird erst seit einigen Jahren in Deutschland beliebter und bekannter.

Je nach Kreditinstitut und Art des Kreditkartenvertrages, können die Besitzer der Kreditkarte die monatliche Rechnung in unterschiedlicher Höhe zurückzahlen. Sondertilgungen sind jederzeit möglich. Auch wenn noch nicht alles getilgt ist, kann der Karteninhaber bereits neue Anschaffungen tätigen, natürlich alles im Rahmen seines vertraglich vereinbarten Rahmens.

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