Wie erkennen Sie einen seriösen Finanzberater?

Eine private Altersvorsorge aufbauen, den Kauf einer Immobilie abwickeln oder auch eine passende Geldanlage finden – es gibt viele gute Gründe dafür, sich an einen Finanzberater zu wenden. Doch Sie sollten möglichst sichergehen, dass der Berater seriös ist. Diese Anhaltspunkte können Ihnen dabei helfen.

Wenn es um die langfristige Planung der eigenen Finanzen geht, wird es oft kompliziert. Eine professionelle Beratung ist deshalb meist sinnvoll, gerade wenn Sie große Themen wie Ihr Einkommen im Ruhestand oder den Kauf eines Hauses angehen wollen. Zu Ihren Finanzen können Sie sich unter anderem in Banken und Sparkassen, bei selbstständigen Finanzberatern sowie bei Finanzdienstleistern wie tecis, MLP oder DVAG beraten lassen.

Ob der gewählte Finanzberater seriös ist, lässt sich unter Umständen bereits daran erkennen, mit wem er zusammenarbeitet. Wenn er etwa einem Arbeitgeber oder Verbund angeschlossen ist, der als vertrauenswürdig gilt, sollte es auch der Berater sein. Darüber hinaus gibt es jedoch weitere Anhaltspunkte, auf die Sie achten sollten.

Ausbildung und Erfahrung geben wichtige Hinweise

Bei einer Suche im Internet können Sie oft schon viel über einen Finanzberater erfahren. Hat er etwa eine eigene Homepage und wie seriös wirkt sie? Wie tritt er in Karrierenetzwerken auf und was sagen Bewertungen oder Kommentare über ihn aus? Dazu kommen harte Fakten wie Angaben zur Ausbildung und Erfahrungen.

Fundierte Kenntnisse in der Finanzberatung kann er beispielsweise durch einen Abschluss als Fachberater für Finanzdienstleistungen (IHK) oder Fachwirt für Finanzberatung (IHK) nachweisen. Ein klassischer Weg zum kompetenten Finanzberater führt auch über eine kaufmännische Aus- oder Weiterbildung. Quereinsteiger sind dabei nicht unbedingt unseriöser. Sie sollten jedoch ebenfalls Fachkenntnisse belegen können.

Zudem sollte ein eigenverantwortlich arbeitender Finanzberater bereits über mehrjährige praktische Erfahrungen verfügen, wie der Bundesverband Finanz-Planer e.V. erklärt. Wenigstens drei Jahre Erfahrung sollte er für die selbstständige Beratung im privaten Bereich demnach mitbringen.

Seriöse Finanzberater suchen keine schnellen Abschlüsse

Am Verhalten eines Finanzberaters lässt sich ebenfalls ablesen, wie seriös er ist. Ein guter Berater klärt transparent über zu erwartende Kosten auf. Er bestätigt Ihnen die wichtigsten Fakten schriftlich und fertigt ein Beratungsprotokoll an. Nach der Beratung lässt er Ihnen ausreichend Zeit, damit Sie über die besprochenen Produkte und einen Vertrag nachdenken können. Zudem sollte ein seriöser Berater über bestehende Widerspruchsrechte aufklären und darauf hinweisen, dass Sie eine Zweitmeinung einholen können.

Dem gegenüber stehen einige Dinge, die ein seriöser Finanzberater niemals tun wird. Dazu gehört beispielsweise das Ausüben von Druck oder das Verschweigen von Risiken bei Geldanlagen. Weitere Beispiele hierzu in dieser Checkliste der Verbraucherzentrale.

Daniel Weber